Darum gibt es uns

Riesen Andrang zur Beteiligung am Volksbegehren „Rettet die Bienen!“

11. Februar 2019  Darum gibt es uns
Geschaft über 1 Million Unterschriften

Am Samstag, den 09.02.2019 hatte das Bürgerbüro in Nördlingen eine Sonderöffnungszeit zum Eintragen in das Volksbegehren eingerichtet. Diese nutzten die Nördlinger in großer Zahl um ihre Stimme zur Rettung der Artenvielfalt abzugeben.

Gleichzeitig mit der Sonderöffnungszeit im Bürgerbüro waren die Aktivisten für das Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘ an zwei Infoständen in der Nördlinger Fußgängerzone und sogar eine Schülergruppe des Theodor Heuss Gymnasiums, die Arbeitsgruppe ‚Bienen und Honig‘, in Imkermontur, unterwegs und hat Passanten aktiv auf das Volksbegehren aufmerksam gemacht. Die Warteschlange vor dem Bürgerbüro riss bis 12:00, dem Büroschluss nicht ab. Die Offene LINKE.Ries e.V. unterhielt den Infostand am Kriegerbrunnen, wo extra zu diesem Anlass das sogenannte Bienen-Mobil aus München zu Hilfe kam. Es wurden gute, informative Gespräche, unter Anderem auch mit Landwirten, konventioneller Ausrichtung, geführt. Die Aktivisten der Offenen LINKE.n konnten mit dem Vorwurf des ‚Bauern-Bashing‘ (Die Bauern sind Schuld) aufräumen und einige Missverständnisse richtigstellen!

Auch in dieser wichtigen Kampagne sind ‚Fake-News‘ im Umlauf, wie so oft, wenn die Interessen verschiedener Gruppierungen aufeinander treffen. So behauptet die Propaganda-Abteilung des Bayrischen Bauern Verbandes, daß lediglich bis zu 22% der Insekten ‚gefährdet‘ sein und die Bienen, Galionsfigur des Volksbegehrens, sogar in der Population zunehmend sei, mit 200.000 Völkern vor 10 Jahren und einem heutigen Stand von 300.000 Völkern, bei den Nutzbienen.

Dass es aber um das Jahr 1900 etwa 2.000.000 Völker Nutzbienen waren, verschweigt er.
Die sogenannte ‚Krefelder-Studie‘, durchgeführt von promovierten Wissenschaftlern aus eben Krefeld belegt eindrücklich, dass die Biomasse der Insekten um 76% geschrumpft ist!
Lichtverschmutzung sei Schuld am ‚geringfügigem‘ Rückgang der Insektenvielfalt!
Herr Dr. Andreas Segerer, Uni München, hat dem widersprechend heraus gearbeitet, dass der Anteil der nachtaktiven Falterarten um -31% schrumpfte, der Anteil der tagaktiven Falterarten jedoch um -39%. Wäre also die Lichtverschmutzung Hauptgrund für das Artensterben, würden diese Zahlen anders aussehen. Weiter führt Dr. Segerer aus, das auch der Klimawandel bei uns in Bayern nicht die Hauptschuld trägt, sondern die Überdüngung der Gärten und Felder mit Stickstoffverbindungen, die Monokulturen und auch die Luftbelastung, verursacht von Industrie und Verkehr hauptsächlich verantwortlich zu machen sind.

Noch bis einschließlich dem 13. Februar können Unentschlossene und Nachzügler ihre Unterschrift für das Volksbegehren im zuständigen Rathaus leisten.

Der wahre Hintergrund des Insektensterbens

05. Februar 2019  Darum gibt es uns

Wer sich mit den Klassikern der Literatur beschäftigt, trifft des Öfteren auf die Beschreibung von Naturzuständen, die schon unsere Eltern und Großeltern nicht mehr kannten.

Durch die Zentralisierung und stetige Vergrößerung der Landwirtschaft, durch die Aneignung der Allmende (das waren landwirtschaftliche Flächen in Gemeineigentum) durch meist adlige Grundbesitzer, die Mechanisierung der Landwirtschaft durch immer bessere Arbeitsgeräte – endend mit den modernen riesigen, oftmals computergesteuerten Traktoren und Maschinen – wurde nicht nur die Ertragskraft des Bodens immens gesteigert, dabei aber in verheerendem Ausmaß die „Lebenskraft“ des Bodens zerstört. Damit ging die Vernichtung der seit der letzten Eiszeit entstandenen Flora und Fauna einher. Schon Goethe beklagt, dass die ihm seit seiner Jugend bekannten Insekten teilweise fehlen . . .

Seit der Entdeckung, dass Düngemittel künstlich hergestellt werden können, erhöhte sich das Tempo der Veränderung (= Verschlechterung) rasant. Heute stehen wir vor dem Scherbenhaufen des Fortschritts aus biologischer Sicht, mit ausgestorbenen oder vom Aussterben bedrohten Spezies. Gerade die letzten Jahrzehnte seit dem 2. Weltkrieg haben eine vernichtende Bilanz des Rückgangs und Verschwindens von Insekten, Vögeln, Säugetieren, Amphibien, Pflanzen, intakten Ökosystemen und und und vorzuweisen.

Der Erfolg des angeblichen Fortschritts sind landwirtschaftliche Industriebetriebe, die den letzten bäuerlichen Hofstellen über kurz oder lang den Garaus machen und gleichzeitig vor allem mit ihren Tieren durch Massentierhaltung in absolut grausamer, verantwortungsloser, ja gesetzwidriger Weise verfahren. Nicht die sinnvolle Verwertung der Erzeugnisse ist Ziel, sondern die immer stärkere Ausbeutung des Bodens mit immer höheren Erträgen. Letztendlich geht es um die Akkumulierung von Kapital, um Anhäufung von Geld und dadurch um Macht. Sicherstellung der Versorgung mit Nahrungsmitteln steht schon lange nicht mehr im Vordergrund. Auch wenn manche Subventionen der EU bei der richtigen Stelle ankommen, so geht der Großteil doch an die Großbetriebe und dadurch auch an die Konzerne der chemischen Industrie, die, wie wir wissen, in recht kurzen Zyklen fusionieren und dadurch annähernd zu Monopolen anwachsen. Diese Monopole setzen ihre Macht gegebenfalls mit Gewalt und ohne Rücksicht auf Natur und Umwelt, Klima und Ressourcen durch, was viele Beispiele in Süd- und Nordamerika, in Afrika und in Asien zeigen.

Fakt ist: ebensowenig wie Kapitalismus und Frieden zusammenpassen, passen Kapitalismus und Umweltschutz zusammen. Denn mit Frieden lässt sich ebensowenig Geld verdienen wie mit sinnvoller, umweltschützender Landwirtschaft.

Um der verhängnisvollen kapitalistischen Entwicklung ein Gegengewicht zu bieten, reicht es nicht, sich „nur“ für den Frieden, für den Umweltschutz, für einen menschlichen Umgang miteinander einzusetzen. Es gilt die Kraft hinter der inhumanen Politik dieser Welt anzuprangern und zu bekämpfen: den ungezügelten Kapitalismus, egal welcher Prägung: angelsächsisch, rheinisch, chinesisch – Kapital ist international und kennt keine Grenzen. Auch nicht die Protagonisten dieser für unseren Planeten gefährlichen Gesellschaftsform.

Warum sind die Bauern gegen die Bienen?

03. Februar 2019  Darum gibt es uns

Für Bienen ist das eine Wüste…

Das Spiel der Millionen-Bauern kennt der/die einfache Bayer*in schon seit Jahrzehnten. Vordergründig “sann’s dé Buama vom Land, dé wiss’n scho wia’s gäd!” “Dä Gloana soin’s Mai hoid’n und uns mocha loss’n!”
Viele Bauern sind Öko-Bauern, die ihre Erzeugnisse selbst verbrauchen und die Überschüsse auf den Markt bringen und dort verkaufen. So war das auch gedacht, der Markt als Teil der Wirtschaft – nur ist dieses Modell zur Marktwirtschaft verkommen: Bauern produzieren auf immer größer werdenden Feldern, mit immer größer werdenden Maschinen, für immer größer werdende Firmen, die ja die ‘Welternährung’ bestreiten müssen! Mit Unterstützung der Chemischen Industrie (argarheute vom 27.11.2018) wird die EU-Landwirtschaft zum kommerziellen Globale-Player gemacht, vom Lobbyismus. Die landwirtschaftliche Überproduktion durch Agrarfabriken, nicht durch kleine Bauern, zerstört, subventioniert, die Lebensräume der Insekten, der Vögel, Tiere und des Menschen.
Riesige Maisfelder zur Stromgewinnung, Rübenfelder zur Zuckergewinnung, gigantische Zwiebelfelder und Mega-Treibhäuser zur Gemüsegewinnung überschwemmen die Großmärkte in Europa, wodurch die Erzeugnisse zu Dumpingpreisen an Supermärkte gehen und die übrigen z.B. holländischen Zwiebeln werden ins EU-Ausland exportiert, was die Wirtschaft der dortigen Länder empfindlich trifft. Das ist einer der Haupt-Fluchtursachen, die wir Deutschen so gerne verleugnen.

Fridays for Future

29. Januar 2019  Darum gibt es uns

Sahra und Dietmar gedenken Rosa und Karl

14. Januar 2019  Darum gibt es uns

15,5 Millionen droht Armut

09. Januar 2019  Darum gibt es uns

Quelle: ntv.de

In Deutschland muss fast jeder Fünfte mit finanziellen Entbehrungen leben und soziale Ausgrenzung fürchten. In der gesamten EU liegt der Anteil sogar noch höher. Obwohl die Zahl der Betroffenen leicht zurückgeht, spricht der Sozialverband VdK von einem Skandal.

Wie DIE LINKE. gegen die AfD besteht..

05. Januar 2019  Darum gibt es uns

Foto: Fraktion Die Linke im Bundestag, Flickr, CC BY 2.0

In den 2000er Jahren, es waren noch PDS-Zeiten, beim Wahlkampf in Frankfurt (Oder): Eine Frau berichtet mir, sie hätte immer PDS gewählt, doch dieses Mal wähle sie NPD. Anders könne sie ihren Frust nicht mehr hörbar machen. Ich war verdutzt: Ausgerechnet die PDS war doch die Partei, welche uns Jugendlichen eine Anlaufstelle bot, um sich gegen die Nazigewalt in Frankfurt (Oder) zu wehren. Einige Jahre später, die PDS war schon Geschichte, ging für die Linkspartei die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern mit 13 Prozent krachend verloren, während die AfD im Zuge der Migrationskrise aus dem Stand 21 Prozent errang. Nun war es nicht mehr zu übersehen: Jahrelang wurden PDS und Linkspartei nicht wegen, sondern trotz ihrer liberalen Flüchtlingspolitik gewählt. Der neue Stern im Osten hieß AfD: Sie mobilisierte den Zorn der Ostdeutschen, die sich als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse sahen. Die jahrelange Entbehrungen im Zuge der Wende durchlebten – und plötzlich die Flüchtlinge, denen alles hinterhergeworfen würde. Welche die letzten Reste der Heimat zerstörten, die ohnehin während der Nachwendezeit verloren ging. So zumindest lautet die Erzählung. Wie lässt sich diese Politisierung der Heimat begreifen? Und wie kann die Linkspartei darauf antworten?

von

Stefan Kunath, Berlin/Frankfurt (Oder)

Unser Oskar

05. Januar 2019  Darum gibt es uns

Quelle ‘Neue OZ’

 

Osnabrück. Querdenker Oskar Lafontaine redet Tacheles: Der SPD wirft er Sozialabbau und „faule Ausreden“ vor, die FDP versucht seiner Ansicht nach, die rechtspopulistische FPÖ zu kopieren, und auch die eigene Partei schont der ehemalige Vorsitzende der Linken nicht. Ihre Flüchtlingspolitik sei genauso falsch wie die der anderen Parteien, sagt Lafontaine und kritisiert „National-Humanismus“ in der Flüchtlingspolitik. Ein Interview.

Offener Brief an die bayrische Staatsregierung

22. Dezember 2018  Darum gibt es uns

Offene LINKE.Ries e.V. Eichendorffstraße 11 86732 Oettingen i. Bay.

Bayrische Staatsregierung
z.H. Herrn Herrmann – Innenministerium
Franz-Josef-Strauss-Ring 1
80539 München

Sehr geehrter Herr Minister Herrmann!

Vor einigen Wochen der „Semmelaufstand“ in Donauwörth, vor wenigen Tagen der Krawall im Ankerzentrum in Bamberg . . .
Die Abstände des Ausrastens von in Lagern gepferchten Menschen, die eigentlich der Freiheit wegen zu uns gekommen sind, werden kürzer.

Weswegen rasten diese Menschen aus? Sind es Krawallmacher, wie so gerne postuliert wird? Sind es gar Kriminelle, wie sehr schnell unterstellt wird?

Es sind Menschen, die aus Existenzangst ihre Heimat verlassen. Existenzangst aus politischen Gründen, aber auch aus existenziellen Notlagen heraus. Was ist nun eine existenzielle Notlage? Muss der Mensch kurz vor dem Verhungern sein, vor dem elendigen Krepieren, wie es zur Zeit im Jemen geschieht? Oder genügt es, in der Heimat keine ausreichende – und damit ist nicht unsere „Mittelstandsdenke“ gemeint – menschliche Zukunft mehr zu sehen?

Warum verließen im 19. Jahrhundert Millionen Menschen Europa? Ein Teil der Auswanderer hatten Angst vor dem Verhungern. Ein weitaus größerer Teil hatte Sorge um die eigene Zukunft, war Repressionen der ewig Gestrigen ausgesetzt, der gesellschaftliche Fortschritt wurde ihnen verweigert. Auch das kann ein Verhungern sein, ein geistiges Verhungern.

Übertragen Sie die damaligen Verhältnisse auf die heutige Zeit und in die afrikanischen Länder und in die kurdische Teile der Türkei. Den Menschen dort geht es heute noch weitaus schlechter als damaligen Flüchtlingen Richtung Amerika – denn sie mussten Jahrhunderte Kolonialismus und müssen noch heute Sklaverei erleiden, mussten und müssen mit ansehen, wie ihre Länder ausgeplündert wurden und werden von wenigen Menschen, die sich unerhörten Reichtum aneignen. In der Türkei werden Menschen vom faschistischen System verfolgt, angeklagt und weggesperrt, oder verschwinden einfach. Kein Mensch verlässt gerne oder mutwillig seine Heimat. Der Weg der Afrikaner zu uns ist weitaus gefährlicher als der Weg der Auswanderer seinerzeit.
Die Geflüchteten enden dann hier bei uns als unerwünschte, Kosten verursachende Behördenzahlen. Genau dieser unmenschliche, bürokratische, inhumane und dem Völkerrecht widersprechende Umgang schürt Hass und fördert Gewalt.

Es ist für die europäischen Staaten ein Leichtes, die ankommenden Menschen zu unterstützen, aus ihnen anerkannte und leistungsbereite Bürger*Innen zu machen. Ein paar Panzer, ein paar Flugzeuge weniger, Lehrer statt Offiziere, Sozialarbeiter statt Polizisten, Erzieher statt Soldaten – das ist der vernünftige und durchaus gangbare Weg.

Sie wissen, Gewalt erzeugt Gegengewalt. Sie sind in der Lage, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Tun Sie es! Nur die Eitelkeit der angeblich „besorgten“ Bürger*Innen und die noch größere Eitelkeit der handelnden Politiker*Innen verhindern eine dezentrale, menschliche, menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten. Tun Sie etwas, machen Sie aber das Menschliche! Werden Sie Ihrem Amt gerecht! Lösen Sie die Ghettos auf!

Franz Grundschöttel

1. Vorsitzender
Offene LINKE.Ries e.V.
Eichendorffstraße 11
86732 Oettingen i. Bay.

Frohe Weihnachten 2018

20. Dezember 2018  Darum gibt es uns

Die offene LINKE.Ries e.V. wünscht allen Leser*innen frohe Weihnachten und einen roten Rutsch ins #aufständige Jahr 2019!

 

Besinnliches:

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Nur wer hat, kriegt noch geschenkt.
Mutter schenkte euch das Leben.
Das genügt, wenn man’s bedenkt.
Einmal kommt auch Eure Zeit.
Morgen ist’s noch nicht so weit.

Doch ihr dürft nicht traurig werden,
Reiche haben Armut gern.
Gänsebraten macht Beschwerden,
Puppen sind nicht mehr modern.
Morgen kommt der Weihnachtsmann.
Allerdings nur nebenan.

Lauft ein bisschen durch die Straßen!
Dort gibt’s Weihnachtsfest genug.
Christentum, vom Turm geblasen,
macht die kleinsten Kinder klug.
Kopf gut schütteln vor Gebrauch!
Ohne Christbaum geht es auch.

Tannengrün mit Osrambirnen –
lernt drauf pfeifen! Werdet stolz!
Reißt die Bretter von den Stirnen,
denn im Ofen fehlt’s an Holz!
Stille Nacht und heilge Nacht –
Weint, wenn’s geht, nicht! Sondern lacht!

Morgen, Kinder, wird’s nichts geben!
Wer nichts kriegt, der kriegt Geduld!
Morgen, Kinder, lernt fürs Leben!
Gott ist nicht allein dran schuld.
Gottes Güte reicht so weit . . .
Ach, du liebe Weihnachtszeit!

 

Erich Kästner, 1928